Skip to content

[Postcrossing] – schreib mal wieder!

Postcards Exchange
Homepage Übersetzung

Wenn wir ab nun alles via Tastatur elektronisch in die Gerätschaften einhämmern, finden wir nur noch Werbemüll in unseren Briefkästen. Wo bleibt die Freude, in den Briefkasten zu schauen, ob dort ein Brief oder eine Postkarte von einem lieben Menschen auf uns wartet?  Vor ein paar Jahren hat man wenigstens noch Emails geschrieben, aber Hand aufs Herz: Wer von Euch hat die elektronische Post ausführlich über die Jahre aufbewahrt?

PostkartenHeute werden kaum noch private Emails geschrieben. Kommuniziert wird fast nur noch über Facebook, What´sApp, Threema und Co. Alles, was dort getippt wird geht irgendwann verloren. Wenn wir alt sind und in den Erinnerungen schwelgen wollen werden wir kaum noch etwas zum stöbern haben. Keine alten Briefe, Postkarten oder Tagebücher, denn die schreibt heute auch kaum noch jemand.

Die eigene Handschrift kann sich nicht ausgiebig entfalten, denn bis auf einen Einkaufszettel, einer To-Do-Liste schreiben wir kaum noch was mit der Hand. Selbst ich merke, wie sich meine Handschrift verschlechtert hat, seitdem ich mehr tippe als ich mit der Hand schreibe.

Bis heute habe ich nie aufgehört Postkarten aus dem Urlaub zu schreiben. Meistens schreibe ich um die 10 – 12 Stück. Die Zeit nehme ich mir. Klar kann man die Urlaubsbilder auf Facebook zeigen, das mache ich auch – aber es ersetzt eben keine Postkarte. Diese bleibt länger erhalten, landen vielleicht in einer Schublade, einer Kiste und irgendwann wird sie wieder herausgekramt und gelesen.  Ich versuche die wichtigsten Eindrücke des Urlaubs auf die Karte zu schreiben. Denn selbst mag ich keine Karten, auf den nur „super Wetter“ und „super Essen“ steht. Solche Zeilen klingen traurig, denn wer verreist nur wegen der Sonne und wegen dem Essen? Das interessiert die wenigsten Empfänger, oder?

Schreib mal wieder!

Eigentlich wollte ich persönlich eine Postkartenüberraschungsaktion starten und hin und wieder ein paar Leuten mit selbstgemachten Karten eine Freude machen. Doch in der fünften Ausgabe der Flow entdeckte ich einen kleinen Beitrag über die Seite www.postcrossing.com. Hier kann man Postkarten rund um die Welt versenden.

Wie funktioniert es?

Das Prinzip ist sehr einfach: Wer eine Karte bekommen möchte, muss vorerst selbst welche versenden.

Hierzu muss man sich samt der Postadresse registrieren und ein Profil erstellen. Viele User schreiben dort ein paar Worte über sich und erwähnen ihre Postkartenwünsche. Im nächsten Schritt geht man auf „Send a postcard“ und zieht maximal 5 Adressen auf einmal. Diese Adressen werden per Zufallsprinzip ausgewählt und samt Profil des Empfängers zusätzlich an deine Emailadresse versendet. Nun kannst du ein paar Karten schreiben.

Wichtig ist die Postcard-ID, die man auf jede Karte schreiben muss, ansonsten kann der Empfänger den Eingang nicht eintragen. Die ID identifiziert im System deine Karte. Sobald der Empfänger sie auf der Postcrossingseite registriert hat, kannst du eine neue Adresse ziehen. Du wirst auch automatisch zur nächsten Person, deren Adresse an einen Postcrosser weitergegeben wird, der eine Postkarte versenden möchte. Alle Neulinge müssen allerdings 5 Karten versenden haben, die auch angekommen sind, bevor sie selbst welche empfangen können.

Unter dem Punkt „Traveling postcards“ kann man alle gezogenen Postadressen, samt ID und Usernamen ansehen. Die Adressen werden allerdings nach 60 Tagen auf Unsichtbar gesetzt.  Auf der Profilseite kann man die empfangenen und gesendeten Karten hochladen und auf anderen Profilen nach Karten stöbern.

Erhält man selbst eine Karte, registriert man den Empfang mit der Eingabe der Postcard-ID unter „Register a postcard“.  Unter dem Profil wird dann die Anzahl der gesendeten und empfangenen Karten angezeigt, es gibt auch eine Anzeige der überwundenen Entfernungen und außerdem eine Postkartengalerie, die kommentiert werden kann. Hier mal ein Beispielprofil von Rosenbusch, die sich auf Platz der Postcrossingcharts der letzten 60 Tage befindet.

Die Postkarten werden überwiegend auf englisch geschrieben, in den Profilen gibt jeder die Sprachen an, die er beherrscht. Wer nicht international kommunizieren möchte kann sich auch auf das eigene Land beschränken – die Einstellung findet man im Profil.

Ich bin seit dieser Woche dabei und bin gespannt, wann meine Karten ankommen.
Hierzu bald mehr 😉

Emma

34 Comments »

    • Hallo Petra,
      bisher habe ich nur zwei Postkarten bekommen – es dauert, bis das richtig anläuft – gerade, wenn man es weltweit machen möchte. Meine Postkarte nach Russland und Taiwan hatte 2,5 Wochen gebraucht bis sie ankam. Kommt eine Postkarte von weiter her zu mir, dauert das auch nochmal so lange. Wenn man jede Woche mind. 1 Karte versendet, sollte man auch eine Karte je Woche selbst erhalten.
      LG, Emma

  1. Vor zwei Jahren habe ich das sehr viel gemacht, Jetzt mache ich gerade eine Pause bei den Postkarten, weil mir personalisierte Briefe fehlten, aber es ist schön, die Karten zu bekommen, auch weil sich die Lete wirklich Mühe geben, einander schöne Sachen zu schicken. Mal schauen, ob ich wieder mal was schicke…Den Karton mit den Karten habe ich noch, obwohl ich niemanden davon kenne .-)

  2. Liebe Emma,

    ich habe vor vier Jahren mal einige Poskarten über Postcrossing verschickt und erhalten, aber irgendwie ist es dann in Vergessenheit geraten. Ich habe gerade eine neue Adresse bestellt – danke für die Erinnerung 🙂 (mein Username dort ist übrigens writingwoman)

    Als Kind hatte ich 16 Brieffreunde in aller Welt – das war richtig super. Mit zweien davon, die ich 1976 und 1978 im Urlaub kennengelernt habe, habe ich bis heute Kontakt. Eine war letzte Woche zu Besuch. Wir schreiben uns immer noch Briefe und keine Mails 🙂

    Dann werde ich jetzt mal den elfjährigen russischen Mädchen schreiben 🙂

    Liebe Grüße
    Petra

  3. Jetzt ist es passiert – ich habe direkt eine Postkarte gebastelt, die jetzt auf dem Postcrossing-Weg nach Russland ist … hab das auch kurz verbloggt. Danke nochmal 🙂
    LG
    Petra

  4. Interessante Sache. Ich schreibe noch relativ viel mit der Hand, besser wird meine Handschrift deswegen aber auch nicht.
    Was ich mich bei Postcrossing frage, gibt es da keinen Missbrauch der Adressen? Ist heutzutage ja ein heikles Thema. Hat da schon jemand Erfahrung machen können, mehr personalisierte Werbung und dergleichen?
    LG, Eberhard

    • Hallo Eberhard,
      bezüglich Adressenmissbrauch konnte ich nichts Negatives lesen. Es funktioniert so, dass die Adresse erst dann bekannt gegeben wird, wenn man neue Karten senden möchte. Die Adressen sind für ca. 60 Tage für den Absender sichtbar – danach nicht mehr. Mitmachen können nur registrierte User. Die Seite wurde von einem Portugiesen erstellt, der keinen kommerziellen Hintergrund hatte. Ein Restrisiko besteht natürlich, aber nicht mehr oder weniger als beim Onlineshopping z B.
      LG, Emma

      • Danke. Klingt gut. Habe die Seite in meinen Lesezeichen gespeichert und werd’s bei Gelegenheit mal probieren. Ist irgendwie auch wie eine Erinnerung an alte Zeiten, als man sich immer so über „richtige“ Post und handgeschriebene Ansichtskarten (möglichst aus aller Welt) freute. Bin damals ja auch das Risiko eingegangen, meine Adresse an ein amerikanisches Magazin zu schicken. Auf die Postflut ist dann ja auch eine DDR-bekannte Behörde aufmerksam geworden, die für derartige Aktionen bekanntermaßen wenig Verständnis hatte. Na ja, heute kann man drüber lachen.
        LG, Eberhard

        • Das hört sich interessant an, eine Postflut aus den USA zu den DDR-Zeiten war es sicherlich nicht ganz witzig und der Geheimdienst war wohl schwer beschäftigt. 😀 Als ich ein Teenie war hatte ich mich in einer Jungendzeitschrift zur Brieffreundschaft angemeldet. Da kamen jede Woche locker 10-15 Briefe an, die ich fast alle brav beantwortet habe. Die Postkarten werden nicht hin und her getauscht. Manche schreiben ihre Adresse auf die Postkarte, wenn sie gerne eine Rückantwort hätten. Manche schreiben ihre Adresse direkt ins Profil für den direkten Tausch. Ich werde sehen, wie sich die Sache entwickelt und hier darüber berichten.
          LG, Emma

      • Es wird etwas dauern bis die erste Karte bei dir ankommt, da deine Adresse für andere User erst freigeschaltet wird, wenn die ersten Karten von dir angekommen sind. Ich habe auf meine Karten immer einen Luftpostaufkleber geklebt, so kamen sie recht schnell bei den anderen an.

        • Ich habe gelesen, dass die Karten nach Asien ziemlich lange brauchen. Innerhalb von Europa ist es ja innerhalb von 3-4 Tagen da. Dann ist natürlich die Frage, wann der Empfänger die Karte registriert.
          Ich kann mich ja in Geduld üben – auch wenn es etwas schwer fällt. 😀
          LG, Emma

  5. Spannend find ich´ s!
    Eine tolle Idee!
    Jeden Sommer schreiben wir circa 20 Urlaubskarten, über die sich jeder aus der Familie oder dem Freundeskreis freut!
    Warum nicht einmal Postkarten von Fremden erhalten und nicht wissen, wann sie ankommen?! Da ist die Überraschung umso größer!
    Ich bin dabei :)!
    Lieben Dank für diesen besonders persönlichen Tipp,
    Britta

    • Liebe Britta,
      ich freue mich, dass du dabei bist. Vielleicht schreiben sich auch mal die Blogger irgendwann mal via Postcrossing. OK, bei den vielen Teilnehmern eher unwahrscheinlich, aber wer weiß. 😀
      LG und viel Spaß
      Emma

  6. Sehr schöne Sache. Werde mich dort auch eintragen und wieder lernen zu schreiben. Heutzutage gerät das so leicht in Vergessenheit. Auch wie schön das Gefühl ist etwas selbstgeschriebenes zu erhalten
    . Lieben Gruß Marci

  7. das klingt interessant, aber auch etwas anstrengend. Ich schreibe oft Postkarten, wenn ich im Urlaub oder eben in einem anderen Land bin. Hier bei uns gibt es kaum mehr Postkarten zum Kaufen. In der ganzen Stadt sind sie nur noch mehr in einem einzigen Souvenier Geschaeft zu erhalten. Das ist schade, aber so ist es eben.

    • Das ist natürlich schade, denn eine Karte aus Israel (liege ich richtig?) ist natürlich eine Rarität. Wenn du dir die Statistik der Teilnehmer anschaust, findest du Israel nicht darunter. Es landet bei den 30 % der Länder, die unter 1.5 % liegen. http://www.postcrossing.com/stats/users
      Wenn ich mal wieder mehr Zeit habe, gerade in den grauen Monaten, die bald kommen werden… erstelle ich eigene Karten aus dem Fotokarton. Nicht jeder wünscht sich solche, aber wenn sich eine Gelegenheit bietet, werde ich sie anfertigen. Ich habe schon überlegt, ob ich evtl. auch Fotopostkarten erstelle.
      LG, Emma

  8. recht hast du, niemand schreibt mehr gerne karten aus dem urlaub oder briefe. frueher war das ganz anders. ich erinnere mich noch an die zeit in der ich viele brieffreundschaften hatte und mich immer wie doll gefreut habe, wenn ein brief auf mich von einer lieben freundin zu hause auf mich wartete.
    dann kam die internet zeit und langsam aber sicher hat das briefeschreiben aufgehoert, alles ging auf e-mails ueber und das war meistens kurz und buendig. dann verloren die meisten die lust am mailen und so bleibt heutzutage nur noch das bloggen oder facebook.

    na ja, ich gebe zu, dass ich in den letzten jahren auch sehr schreibfaul geworden bin. karten oder gar briefe werden keine mehr geschrieben, hoechstens an weihnachten. aber man bekommt selbst kaum noch weihnachtsgruesse per karte geschickt. irgendwie traurig, aber so ist das nun mal in der modernen zeit.

    das postcrossing ist mir jetzt voellig unbekannt. danke, dass du einen eintrag darueber geschrieben hast, momentan habe ich echt wenig zeit, aber vielleicht mache ich in zukunft mit.

    einen schoenen herbst header hast du auf deinem blog, das nur nebenbei.

    lg
    Sammy

    • Hallo Sammy,
      vielen Dan für dein Kommentar. Die Brieffreundschaften sind heute genauso selten – leider. Ich habe selbst darüber nachgedacht eine anzufangen um mein Englisch zu verbessern, denn verstehen tu ich recht gut, aber zu sprechen und zu schreiben fällt mir eben schwer. Beim Postcrossing schreibt man ja nur das, was auf eine Postkarte passt und das bekomme ich hin. Allerdings findet der Kartenwechsel nicht hin und zurück statt – man hat immer mit neuen Menschen zu tun.
      In Amerika gibt es übrigens sehr viele Teilnehmer bei Postcrossing. Mich wundert es selbst, dass ich jetzt erst davon erfahren habe, denn einige Blogger kannten das auch schon und sind seit ein paar Jahren dabei.
      LG, Emma

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: