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[BuchBlogParade Juli]: »Bob, der Streuner« von James Bowen

Eva Maria Nielsen, rief die Bloggergemeinde zu einer BuchBlogParade auf, die ebenfalls an jedem 12ten des Monats läuft. Ich möchte Eva gerne unterstützen – hier kommt mein Beitrag für Juli.

Die Buchvorstellung:

Zum Autor:

Bob der StreunerJames Bowen ist (geb. 1979) ein Straßenmusiker, der gemeinsam mit seinem Kater Bob auf Londoner Straßen auftrat. Schriftsteller wurde er durch Zufall, als die Literaturagentin (Mary Pachno ) auf ihn aufmerksam wurde und unter Vertrag nahm. So erstand auch sein erstes Buch „Bob, der Streuner“, das in einigen Ländern zum Bestseller wurde und insgesamt in 26 Sprachen übersetzt wurde. 2014 veröffentlichte James ein zweiten Buch, „Bob und wie er die Welt sieht“.

»Bob, der Streuner« von James Bowen

Genre:  Biografie
Thema: Straßenkünstler, London, Leben auf der Straße, Drogensucht, Freundschaft, Katze
Verlag:  Bastei Lübbe
Seiten:  250
ISBN:  978-3404606931 

Kurze Inhaltsbeschreibung:

James ist Straßenmusiker, er lebte einige Zeit auf der Straße und war drogensüchtig. Er war ganz unten angekommen, schaffte dennoch rechtzeitig den Absprung und machte  bei einem betreuten Entzugsprogramm mit. Im Londoner Stadtviertel Tottenham bezog Jamens seine Sozialwohnung, seinen Lebensunterhalt bestreitet er mit Straßenmusik und kann sich damit gerade so über Wasser halten. Eines Tages findet James im Treppenhaus seines Wohnhauses einen stark verwahrlosten roten Kater und nimmt ihn bei sich auf. Eigentlich kann sich Jamens die Pflege des Katers nicht leisten, das Geld reichte knapp für ihn selbst – er kann den Kater jedoch nicht im Stich lassen, denn er braucht dringend Hilfe. So beginnt eine ungewöhnliche und tiefe Freundschaft zwischen James und einem roten Kater Bob, der sein Leben komplett verändern wird…

Zitat (1. Ausschnitt) aus dem Buch:

Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich gebraucht. Es gab jemanden, um den ich mich kümmern musste. Verwundert stellte ich fest, dass mich die neue Verantwortung beflügelte. Für ihn zu sorgen, gab meinem Leben endlich einen Sinn…

Meine Buchbewertung:

Ein schöne und wahre Geschichte über sehr tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Katze. Es wird oft behauptet, dass eine Katze sich nicht an ihren Besitzer, sondern an den Wohnort bindet – Bob ist der beste Beweis, dass diese Behauptung nicht stimmt. Wer eine tiefe Bindung zu seiner Katze schon mal aufgebaut hat, der weiß es schon längst – dennoch ist Bob ein sehr ungewöhnlicher Kater, der seinem Herrchen treu auf Schritt und Tritt folgt.

Diese Story berührt sicherlich nicht nur die Tierliebhaberherzen. James schildert ungeschönt seine Lebensgeschichte als Obdachloser und Junkie und macht klar, wie einsam man sich in einer solchen Situation fühlt, weil man dann für die Umwelt „unsichtbar“ ist. Bob veränderte sein Leben, durch ihn nahmen die Menschen James wieder wahr und er war nicht mehr einsam. Es ist keine neue Erkenntnis, dass Haustiere einen positiven Einfluss auf die Psyche eines Menschen haben – diese Erzählung macht dies besonders deutlich.

Das Buch ist nicht dick, man taucht schnell in die Erzählung ein und kann die Geschichte leicht in einem Rutsch durchlesen. Der Schreibstil ist einfach – James ist schließlich kein erfahrener Schriftsteller, auch wenn er dabei Hilfe bekam. Diese rührende Geschichte empfehle ich jedem Katzenliebhaber und einfühlsamen Leser! Das Buch hat mich sehr berührt und am Ende blieb mein Auge nicht trocken. Die Fortsetzung, „Bob und wie er die Welt sieht“ , liegt auch schon lesebereit, ich werde auch darüber im Blog berichten.

Sternvergabe (1-5): ★★★ 

9 Comments »

  1. Ich habe das Buch schon in den Vorstellungen eines nicht ganz unbedeutenden Online-Händlers gesehen, jetzt habe ich einen Grund, es zu bestellen oder als eBook runterzuladen. Danke schon mal.
    LG, Eberhard

  2. Tolle Geschichte! Solche Bücher will ich gerne lesen, weil sie realitätnah sind und Mut machen. Danke für den Tipp!
    Kennst du den Film “The Blind Side” ? Das ist eine ähnliche Geschichte, die einfach Mut macht und den Glauben an das Gute im Menschen nährt. Das mag und brauche ich!

    • Hallo Eva,
      der Film sagt mir jetzt so nichts, ich werde mich aber informieren und anschauen. Danke für diesen Tipp.
      Ich könnte mir vorstellen, dass irgendwann dieses Buch hier ebenso verfilmt wird. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Zuletzt hat mich der Film „Hachiko“ total aufgewühlt, ich kam völlig verheult aus dem Filmsaal und während der Fahrt nach Hause kamen mir immer wieder die Trennen. Hier auch meine Empfehlung, falls du den Film nicht kennst.

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