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[BuchBlogParade Juni]: Einwandfrei »A Complaint Free World« von Will Bowen

Eva Maria Nielsen, rief die Bloggergemeinde zu einer BuchBlogParade auf, die ebenfalls an jedem 12ten des Monats läuft. Ich möchte Eva gerne unterstützen – hier kommt mein Beitrag für Mai.

Die Buchvorstellung:

Zum Autor:

AComplaintFreeWorldWill Bowen ist Pastor der US-amerikanischen Christ Church Unity in Kansas City. Er lebt mit seiner Frau und Tochter in ländlicher Umgebung in Missouri. Bevor er Geistlicher wurde, arbeitete er bei einem Rundfunksender und im Marketing und Vertrieb bei diversen Unternehmen. Als in seiner Gemeinde die Stimmung immer schlechter wurde, weil die Menschen finanzielle Sorgen hatten und sich andauernd beklagten, beschloss Will Bowen eine Challenge zu starten, mit der er nicht nur seine Gemeinde begeisterte. In dem Buch berichtet er über die Entstehung der Idee und dem Weg zum klagefreien Leben.

„Einwandfrei »A Complaint Free Wolrd« von Will Bowen

Genre:  Sachbuch
Thema: Selbstfindung, Glück, Gesellschaft, Klagefrei, Persönlichkeit
Verlag:  Arkana
Seiten:  219

ISBN-13:  978-3442338030

 

Kurze Inhaltsbeschreibung:

Sich zu beklagen ist das unbewusste Lebensmotto der meisten Menschen, auch wenn diese überzeugt sind fast nur positiv zu denken. Jammern und Klagen ist der neue Volkssport, dazu noch unglaublich ansteckend, denn in Gruppen laufen wir zur Höchstform auf und klagen, tratschen und jammern um die Wette. All das nennt Will Bowen „verbale Umweltverschmutzung“ und ruft die Menschen zu einer Herausforderung auf. Die Challenge lautet:  mindestens 21 Tage ohne zu klagen, zu meckern, zu kritisieren und zu tratschen durchzuhalten. Es geht um eine Bewusstseinsveränderung bzw. sich in der Achtsamkeit zu üben klagefrei zu bleiben.

Will Bowen unterteilt sein Buch in vier Kapitel:

  1. Unbewusste Inkompetenz
    – Ich beklage mich, also bin ich
    – Klagen und Gesundheit
  2. Bewusste Inkompetenz
    – Beziehungen
    – Aufwachen
  3. Bewusste Kompetenz
    – Schweigen und die Sprache der Klage
    – Kritiker und Helfer
  4. Unbewusste Kompetenz
    – Meisterschaft
    – Meisterinnen und Meister der 21 Tage

Die einzelnen Kapitel enthalten Erläuterungen und Tipps, wie man klagefrei werden kann. Will Bowen erzählt zwischendurch Geschichten aus seinem Leben und wie er selbst zu der Erkenntnis kam, dass wenn man Unseliges und Negatives redet, man auch Unseliges und Negatives erntet.  Es wäre wie eine Bestellung noch mehr von dem zu bekommen, worüber man sich beklagt, was sich zu einer negativ fortlaufenden Spirale der Selbstvergiftung entwickelt. Diese Kette kann man nur mit einer positiven Denk- und Sichtweise unterbrechen und mit der Dankbarkeit auch für die kleinen Dinge im Leben, die wir oft übersehen.

Mit der Art, wie wir unsere Äußerungen formulieren, verändern wir unser Denken und folglich das Bewusstsein. Indem wir aufhören uns zu beklagen vernichten wir das Ventil für die negativen Gedanken und mit jedem einzelnen Prozess werden wir glücklicher.

Aber warum ausgerechnet 21 Tage? Ein Mensch benötigt 3 Wochen um eine Gewohnheit herauszubilden. Schafft mal also die 21 Tage am Stück, sollte uns nicht schwer fallen es langfristig beizubehalten.

Zitat (1. Ausschnitt) aus dem Buch:

Wir alle, jeder und jede Einzelne von uns erschaffen fortwährend unser Leben. Der Trick besteht darin, die Zügel wirklich in die Hand zu nehmen und das Pferd dahin zu lenken, wo wir hinwollen, statt dorthin, wo wir nicht hinwollen. Unser Leben ist ein Film, dessen Autor, Regisseur, Produzent und Star wir selbst sind. Wir sind alle selfmade…

Meine Buchbewertung:

Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen, ich las einen Vermerk in einem Blog, der sich auf dieses Buch bezog und wurde neugierig. Mir selbst ist aufgefallen, dass ich berufsbedingt immer häufiger dazu neige mich aufzuregen und Dampf abzulassen und erwische mich immer öfters beim schimpfen und klagen, was mich selbst schon nervt. In meinem beruflichen Umfeld beobachte ich Ähnliches und leider lasse ich mich oft mitreißen.  Eine Veränderung muss her, denn eigentlich bin ich ein Mensch, dem die Sonne aus dem Arsch Hintern scheint.

Das Buch ist nett aufgebaut und schon alleine beim Lesen bekommt man ein positives Lebensgefühl. Will Bowen wird einem sofort sympathisch, sein Schreibstil ist verständlich und seine Geschichten helfen dabei sich die Ratschläge zu einzelnen Kapiteln besser einzuprägen.

Eine Sache fragte ich mich immer wieder, was zählt als Klage? Darf man sich nie wieder beschweren, kritisieren und beklagen? Bisher kannte ich die These, dass man dem Ärger Luft machen sollte, weil herunter schlucken krank macht.
Will Bowen erklärt, dass Klagen und Beschwerden erlaubt sind, sofern diese an die Person gerichtet werden, die Einfluss auf die Veränderung der misslichen Situation haben. All das ist eine Achtsamkeitsübung um über den Grund und die Auswirkung vor jeder einzelnen Klage nachzudenken.

Dem Buch liegt ein kleines Hilfsmittel bei: ein lila Armband. Man soll sich das Bändchen am besten direkt beim Aufschlagen des Buches über das Handgelenk streifen. Jedes mal, wenn man sich beklagt, jammert, kritisiert oder tratscht soll das Armband von einem auf das andere Handgelenk wandern. Das Ziel sind die bereits erwähnten 21 klagefreien Tage am Stück zu schaffen  und das Armband soll uns die Häufigkeit der negativen Aussagen besser verdeutlichen.

Die Erfahrungswerte besagen, dass man zwischen 4 und 8 Monaten benötigt um diese Challenge zu schaffen. Am 25.05.2014 habe ich bereits über den Beginn meiner Herausforderung berichtet, inzwischen, 3 Wochen später, kam ich auf nur 3 Tage am Stück und danach begann ich wieder bei Tag 0. Ich werde im Blog hin und wieder darüber berichten 😉

Sternvergabe (1-5): ★★★ 

6 Comments »

  1. Gelassenheit, die Kunst sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, das bedarf natürlich Übung. Sport ist eine perfekte Möglichkeit, um Dampf abzulassen. Aber nicht jeder Sport taugt dazu. Für mich bedeuten Aikido und Karate wesentlich mehr, als nur körperliche Übungen. Und ich beklage mich so gut wie nie. Nur, wenn es 40 Grad im Schatten sind 😉

  2. Puh, mein größtes Problem ist mich gegen die Gereiztheit und Genervtheit meiner Kollegin abzuschirmen! Die ist nicht gegen mich gerichtet sondern ganz allgemein gegen Anrufer oder so – aber es nervt!
    Werde mir das Buch mal ansehen.
    Danke

    • Hallo Angelika,
      genau auch das ist mein Problem – wenn der Berufsalltag nicht wäre, würde ich diese Herausforderung locker schnell schaffen. Privat ärgere und beklage ich mich äußerst selten. In dem man sich ärgert, ändert man eben nichts an der Situation. Wer sich das erst bewusst macht, der wird langfristig auch umdenken können. Vielleicht kannst du deine direkten Kollegen zu einer gemeinsamen Challenge bringen – gemeinsam würde es sicherlich sogar Spaß machen. Meine Kollegen wissen bescheid, dass ich mitmache und sehen es etwas skeptisch. Allerdings wurde schon bemerkt, dass ich mich deutlich seltener ärgere und schimpfe als noch vor 3 Wochen. 😀 Es scheint sich auch was zu tun.
      LG, Emma

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