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[BuchBlogParade April]: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson

Die BuchBlogParade – 12 Monate / 12 Bücher

Eva Maria Nielsen, rief die Bloggergemeinde zu einer BuchBlogParade auf, die ebenfalls an jedem 12ten des Monats läuft. Ich möchte Eva gerne unterstützen – hier kommt mein Beitrag für April.

Die Buchvorstellung:

Zum Autor:

Jonas Jonasson  (* 6. Juli 1961) ist ein schwedischer Journalist und Schriftsteller. Zwischendurch lebte er in der Schweiz.  „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist sein erster Roman, der direkt zum bestverkauften Buch Schwedens wurde. Der Roman wurde inzwischen in 35 Sprachen übersetzt und führt die Top 10 der Bestsellerlisten in vielen Ländern an.  In 2014 erschien sogar die schwedische Buchverfilmung in den Kinos.

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson

Genre:  Roman
Thema: Lebensgeschichte, Abenteuer, Politik und Weltgeschichte mit viel Humor 
Verlag:  Carl’s Books
Seiten:  412

ISBN-10: 3570585018
ISBN-13: 978-3570585016



Kurze Inhaltsbeschreibung:

Buch Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand
An seinem 100. Geburtstag klettert Allan Karlsson aus dem Fenster seines Wohnheims und haut ab. Er hat keine Lust zu feiern, schon mal gar nicht mit den Presseleuten und dem Bürgermeister, die persönlich auf seiner Feier erscheinen sollen. Allan nimmt den ersten Bus und sein Abenteuer beginnt. Mit seinem Verschwinden stellt Allan ganz Schweden auf den Kopf.  Bereits aber in seinen jungen Jahren schaffte er es, die ganze Welt durcheinander zu bringen.

Allan interessiert sich überhaupt nicht für die Politik, dennoch ist er zufällig in wichtige historische Ereignissen des 20. Jahrhunderts  verwickelt…

Zitat (1. Ausschnitt) aus dem Buch:

„Auf jeden Fall brach das siebenundneunzig Meter lange U-Boot viel  zu nahe neben ihnen durchs Eis. Die beiden fielen hintenüber und wären um ein Haar ins eiskalte Wasser geplumpst. Doch es ging noch einmal gut, und wenig später half man Allan hinunter in die Wärme.  „Da sieht man mal wieder, wie sinnvoll es ist, morgens nicht lange herumzuraten, wie der Tag wohl enden wird“, kommentierte Allan. „Ich meine – wie lange hätte ich herumraten müssen, bis ich das hier erraten hätte?“ 

Meine Buchbewertung:

Das Buch befindet sich schon seit ca. 2 Jahren auf meiner Leseliste und die Filmerscheinung hat mich dazu bewegt es endlich zu lesen.

Jonas Jonasson erzählt in seinem Buch die absurde Geschichte eines Schweden mit Vorliebe für Sprengstoff. Wir begleiten Allan auf seiner Flucht und bekommen zwischendurch seine Erlebnisse aus der Jugend erzählt, wobei die Erzählungen von den alten Abenteuern im Buch deutlich überwiegen.

Die Geschichte ist humorvoll und keinesfalls kitschig. Der Autor verfremdet die geschichtlichen Ereignisse und lässt Allen u. a. mit Stalin, dem ehemaligen US-amerikanischen Präsidenten Truman, dem britischen Premierminister Winston Churchill  oder dem chinesischen Diktator Mao Tse Tung agieren.

Durch die Skurrilität  sticht dieses Buch heraus. Es ist eine erfrischende Lektüre für zwischendurch, bei der man allerdings kein überragendes literarisches Kunstwerk erwarten darf.

Das Buch entdeckte ich auf diversen Bücherlisten, es findet sich immer noch unter den  Bestsellern in den Bücherregalen und fehlt sicherlich in keiner Buchhandlung. Diese Zahlen haben jedoch oft nichts zu bedeuten. Bestes Beispiel „Shades of Grey“ – für mich bis heute unerklärlich, wie sich diese Bücher in den Bestsellerlisten so lange halten können.

Die Geschichte von dem Hundertjähirgen gehört sicherlich nicht zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und würde es weiterempfehlen.

Allan Karlsson ist ein schwedischer Forrest Gump.

Sternvergabe (1-5): ★★★☆☆

Tipp: Dieses Buch wurde verfilmt und trägt den gleichen Titel. Es ist eine nette Ergänzung zum Buch. Ich werde noch in einem separaten Beitrag auf den Film eingehen.

Ich grüße euch!

Emma

PS. Im Monat Mai präsentiere ich euch die Fortsetzung von Bridget Jones „Verrückt nach ihm“ 😉

23 Comments »

  1. Ich finde das Buch ganz, ganz klasse, und freue mich wenn der Film ins Fernsehen kommt. Leider habe ich es ausgelesen und in Kroatien liegen gelassen, hoffe es hat einen Menschen gefunden, das es genau so schätzt. Von mir gäbe es 5 Punkte 🙂
    lg und ein schönes Wochenende Sina

  2. Ich fand, dass sich das Buch stellenweise wie Kaugummi gezogen hat und würde es genauso bewerten wie du. Trotzdem wünschte ich mir letztes Weihnachten sein zweites Buch („Die Analphabetin, die rechnen konnte“). Die Vorliebe für Sprengstoff und verrückte Geschichten ist geblieben, das Lesevergnügen war aber deutlich höher als beim ersten Buch 🙂

    • Stimmt, es gab Abschnitte, die sich gezogen kamen – das Buch hätte schon etwas dünner ausfallen können. Das zweite Buch habe ich mir auch schon notiert, habe es aber noch nicht zu Hause. Hier steht noch ein Berg Bücher im Regal, das noch gelesen werden will 😀 Selten ist das zweite Buch besser als das erste – ich bin gespannt.
      LG, Emma

    • Das mit dem Gefallen fällt immer sehr unterschiedlich aus. Oft schon erlebt. Ich denke, entscheidend ist dabei, wie viel jemand liest und was. Greift man oft zu persönlich etwas Neuem, kommt das nicht immer gut an. Manchmal kommt es nur auf die eigene Stimmung an. Ich hatte schon mal erlebt, dass ich ein Buch weglegte, weil ich es langweilig fand und nahm ein anderes. 1-2 Jahre später habe ich dem Buch eine zweite Chance gegeben und fand es gut. Ich war einfach damals für so was nicht in der Stimmung. Es gibt tiefgründige Lektüren und seichte Geschichten, dieses Buch gehört eher zur zweiten Gruppe. Solche Bücher lese ich z. B. gerne im Urlaub, ergreifende Geschichten lieber zu Hause. Unter den angeblichen Bestellern finden sich oft Bücher, die den Titel nicht wert sind – oft ist es die Sache der Werbung, wie gut sich etwas verkauft. Gekauft heißt nicht gleich, dass es wirklich gut ist. Obwohl die Buchrezensionen auf amaz*n recht gut ausfallen.
      LG, Emma

      • Ja, liebe Emma, da gebe ich dir vollkommen Recht. Ich lese gerne anspruchsvollere Lektüre, brauche aber die leichte Unterhaltung ebenso. Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass allzu skurriler Humor nicht mein Ding ist. Ist also eine eher persönliche Sache. Ich erinnere mich an das Buch „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“ von … ähm … hab‘ ich vergessen. Viele fanden diese Lektüre sehr amüsant. Mich hat die Geschichte gelangweilt. Ich habe es auch nicht zu Ende gelesen.
        Tja, und Bestseller … nun, du hast in deinem Artikel bereits das Paradebeispiel genannt 😉 Oft gekauft ist nicht unbedingt gut. Obwohl … was heißt schon gut oder schlecht … es ist einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, denke ich.
        Liebe Grüße zu dir – Iris

  3. Nun, ich das Buch zu Weihnachten bekommen und werde es bald mal lesen. Bestseller, tja, einige mögen sie, andere nicht und viele kaufen sie gerade wegen der Besprechungen. Ich denke, man muss skurillen Humor haben, um dieses Buch zu mögen. Mal schauen, ob ich die Richtige für diesen Titel bin. Danke für deinen Beitrag! 🙂

    • Hallo Eva,
      ich bin gespannt, wie das Buch dir gefallen wird. Du liest selbst viel und ich denke, so schnell haut dich kein Buch um. Das Buch ist etwas speziell – irgendwie erinnert es mich etwas an Forrest Gump.
      LG, Emma

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