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Warnung vor Fakes im Internet – das Spiel mit den Gefühlen

Das Internet ist nützlich, informativ und kann viel Spaß bereiten – es hat aber auch seine Schattenseiten, die tiefe Spuren hinterlassen können.

In den Medien hört man vom Phishing und daraus meist resultiertem finanziellen Betrug. Auch die 1.000te Warnung kann nicht verhindern, dass ein neuer User zum Opfer wird. Es gibt aber noch einen schlimmeren Betrug, nämlich das Spiel mit fremden Gefühlen, in dem eine falsche Identität vorgetäuscht wird, die sich nach und nach mehr Vertrauen erschleicht und am Schluss verletzte Seelen hinterlässt.

Auch im Fall von Victoria, die mutig ist und ihre Geschichte offen in ihrem Blog victoriahamburg.wordpress.com schildert um andere vor den Gefahren des Internets zu warnen. Die Resonanz ist groß, denn es meldeten sich prompt etwa 150 Betroffene, aber auch Reporter, die über ihren Fall berichten wollten … mit einem erstaunlichen Ergebnis.

Lest es selbst  und zwar in folgender Reihenfolge:

Victoria hatte bei dem Ganzen noch viel Glück, denn es gibt Opfer, die nicht nur verletzt und enttäuscht sind, sondern stark seelisch darunter leiden und dazu noch vor einem finanziellen Ruin stehen.

Heute entdecke ich bei der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über einen ähnlichen Fall: „Falsch verbunden“.

Liebe Grüße
Eure Buchstaben-Emma

18 Comments »

  1. Meine Frau und ich waren lange in der virtuellen Welt von Second Life (SL) unterwegs. Dort wimmelt es von „Fakes.“ Wobei das Wort dort eine andere Bedeutung hat. In SL können Männer auch Frauen und Frauen durchaus Männer sein. Das macht den Reiz dieses Zweiten Lebens aus und ist von den Machern auch gewollt. Wir sind solchen Menschen durchaus begegnet, mehr aber auch nicht.

    Victorias Fall ist tragisch. Sie wurde psychologisch manipuliert. Von einem Profi. Ich war dann nicht überrascht, dass es eine Frau war. Vor allem Frau(en) fallen aber gern in die Hände solcher Fakes. Da wir emotionaler sind. Aber Viele sind auch nur verliebt in die Liebe. Andere, wie die Psychologin vermutlich nur in das Spiel.

    • Einer solchen Psychologin müsste man die Lizenz (?) entziehen. damit sie diesen Job nicht mehr ausüben darf. Interessant wäre es, wie oft diese Dame dieses Spiel schon getrieben hat.
      Ich wundere mich darüber, dass eine solche Story so lange getrieben werden kann, ohne dass die/der Betroffene dahinter kommt.
      Solchen Fakes im Internet bin ich auch schon in Foren begegnet, die aber harmlos waren und mich persönlich nie getroffen haben. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis aber eine krasse Fake-Geschichte, die jedoch keine Liebesbeziehung war. Man muss also immer auf der Hut sein, wenn es zu privat wird, dass man sich nicht verrennt.

      • In den USA gelten andere Gesetze. Selbst in Deutschland macht doch die Polizei nichts, solange kein finanzieller Schaden entsteht.

        Ich habe vom Internet-Dating, von Flirt-Portalen nie etwas gehalten. Meine Freundinnen traf ich ausnahmslos real, ohne Netz und doppelten Boden 😀

        • Ich weiß, dass man so lange nichts machen kann, wenn kein finanzieller Schaden entstanden ist. Aber auch das alleine würde nicht unbedingt ausreichen, es kommt auf die Beweiskraft an. :-/ Verletzte Gefühle und die Enttäuschung kann niemand so schnell wieder herstellen, das Geld ist da mal egal – wenn es nicht gerade den existenziellen Ausmaß annimmt.
          Die Amerikaner sind aber in sehr vielen Strafen deutlich härter als wir in Deutschland, Wie die Gesetzeslage beim Internetbetrug in den Staaten ausschaut, habe ich leider keine Ahnung. Alleine die Tatsache, dass sich das über die Landesgrenzen abgespielt hat, macht die Sache schwierig. Mich überraschte jedoch, dass diese Psychologin für ein Interview bereit war. Ich war wirklich baff!

          Victoria kündigte an, dass sie noch weitere Schritte gehen wollte – vielleicht gibt es noch einen 3. Teil ihrer Geschichte. Ich finde es toll, wie sie mit der Sache umgeht und der Reporter hat auch eine tolle Arbeit geleistet. Bis heute frage ich mich allerdings, was wäre, wenn Victoria wirklich in die USA geflogen wäre?

          • Vielleicht wäre dann ein deutsch sprechender Freund der Psychologin präsentiert worden.

            Das Interview gab mir zu denken. Versuch einer Entschuldigung? Der letzte Ausweg eines kranken Menschens? Oder nur Teil des Spiels? Ich bin sehr misstrauisch, was die Presse betrifft. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

            In den fast 2 Jahren Second Life sind wir ungewöhnlichen Menschen begegnet. Gut, wir nutzten diese Plattform überwiegend für unseren eigenen Kontakt! Aber wir sind dort auch „ManipulatorInnen“ begegnet. Aber bei uns bestand nie eine Gefahr von verletzten Gefühlen. Ich bin gespannt auf einen Teil 3.
            LG

    • Ja, scheinbar schon. Wenn sich bei Victoria schon so viele Betroffene in der kurzen Zeit gemeldet haben – ein Wahnsinn!
      Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende (bei mir scheint die Sonne und ich gehe eine Runde laufen :))
      LG

  2. Wenn ich nun sage, dass ich nichts von Internetbekanntschaften halten würde, dann müsste ich an meiner Ehe zweifeln. Ich habe meinen Mann übers Internet kennengelernt und es funktioniert. Seit fast 8 Jahren sind wir nun unzertrennlich.
    Und würde es das Internet nicht geben, dann wären wir wohl nicht hier. Bist du denn echt, Emma? 😉 Es gibt Wege, um dies herauszufinden, ein schnelles Treffen, eine Vernetzung mit anderen. Aber diesen Weg geht man ja nicht sofort nach dem ersten Gesprächen.

    Und ja, auch ich kenne die andere Seite. Zum Glück nicht in der Intensität wie es Victoria ergangen ist. Aber doch schon intensiv genug. Diese Leute suchen sich schon die passenden Menschen aus. Daher ist es leicht zu warnen, aber schwer mit diesen Warnungen an diese Menschen ranzukommen. Die leidvolle Erfahrung öffnet einem wohl dann die Augen – aber dann auch für immer. Man lernt ja bekanntlich aus Fehlern.

    • Hallo Anke,
      ich kenne inzwischen einige, die ihren Partner über das Internet kennengelernt haben und es klappt auch wunderbar. Generell denke ich auch, dass man auf diesem Weg schneller einen gleichgesinnten finden kann. Es heißt ja auch, dass die Tendenz von Jahr zu Jahr steigt, dass die Menschen ihren Partner über div. Dating- oder Hobbyportale finden. Aber gerade, weil man heute vermehrt über diesen Weg sucht, muss man dabei sehr vorsichtig sein. Der sichere Weg einem Fake zu entgehen ist schnell auf ein Treffen zu bestehen, ein Fake wird ein Treffen eher hinauszögern. Auch im wahren Leben können wir Fakes begegnen, denn auch hier gibt es reichlich Betrüger.
      Auch hier können wir uns gegenseitig fragen, ob der andere echt ist. Das Internet bietet allen eine sehr breite Spielwiese, man kann schnell eine gewünschte Persönlichkeit annehmen und andere Menschen an der Nase herumführen. An für sich vielleicht nicht schlimm, wenn es ein harmloses Geplänkel ist. Doch wenn es aber um echte und sensible Gefühle geht, wie z. B. die Liebe, die Privatsphäre des anderen geht das Spiel zu weit. Dieses Spiel wird bestimmt nicht mit jeder Person funktionieren, früher oder später ist ein Opfer jedoch gefunden.
      Ich selbst habe viele liebe Menschen im Internet kennengelernt, die ich nicht missen möchte. Diese Menschen habe ich nach und nach persönlich kennengelernt, nicht nur 1x.
      Ob ich echt bin, kann niemand wissen – nur diejenigen unter uns, die mich bereits persönlich kennen. 🙂 Die Emma ist echt, vielleicht nicht ihr Name, aber die Person, die dahinter steckt ist leibhaftig mit der Seele, Haut und Haar mit dem Buchstabenmeer hier verbunden. 🙂

      LG

  3. Ich weiß nicht, ob dieser Kommentar ok ist, wenn nicht, dann bitte löschen. Auch ich habe Victorias Geschichte gelesen und ziehe meinen Hut vor ihrem Mut, die Öffentlichkeit zu informieren. Ich selbst bin vor einigen Jahren einem Romantik-Betrüger auf den Leim gegangen. Daraus sind zwei Bücher entstanden, die sich mit Romance-Scam und Abzocke im Internet befassen. Wer Interesse hat, kann sich gerne auf meiner WordPress-Autoren-Website umschauen, die sich genau mit diesen Themen befasst. Ich möchte informieren und auf die Gefahren hinweisen, die auf Single-Börsen und Kleinanzeigen-Portalen lauern. Vielen Dank!

    • Hallo, aber klar ist dein Kommentar OK. Man muss das Internet auch nutzen um die Menschen vor solchen Betrügern warnen. Man kann es nicht oft genug tun, denn die Fälle scheinen sich zu häufen. Ich fand es von Victoria auch sehr mutig! Es war der richtige Weg und damit konnte sie sicherlich einige vor solchen Reinfall bewahren. Catfish nennt sich diese Vorgehensweise, wie ich erfahren habe. Ich werde mir deine Seite anschauen – vielen Dank.

  4. Hab diesbezüglich auch schon meine Erfahrungen gemacht und bin seinerzeit leider einem Cam-Betrug auf den Leim gegangen.. siehe [Link editiert, ist bereits im Profil enthalten] dort steht beschrieben wie diese Leute vorgehen. Man kann heutzutage leider nicht vorsichtig genug sein. Danke für den Bericht!

    • Hallo Thomas,
      na Sachen gibt es! Der Betrug nimmt keine Grenzen. Ich habe mir erlaubt in deinem Kommentar den Link zu entfernen, er ist ja bereits in deinem Kommentarprofil enthalten.
      Ich schaue es mir mal an.
      Gruß
      Emma

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