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Adieu Sommerkleidung – wohin mit den aussortierten Klamotten?

Es war mal wieder soweit:  der Abschied von der geliebten Sommerkleidung.

Zweimal im Jahr räume ich Kleidung um, da mein Schrank für die Vierjahreszeiten nicht ausreichend Platz hat.  Traurig, aber wahr, denn mein Kleiderschrank wäre mit seiner Breite von 1,50 m und einer Höhe von 2,30 m, nur für mich alleine, theoretisch ausreichend groß.  Theorie und Praxis sind meistens zwei Paar Schuhe, also räume ich um und fluche dabei, dass ich viel zu viele Klamotten habe und es die höchste Eisenbahn ist mal wieder richtig auszumisten. Das tu ich auch, ein Berg aussortierter Kleidung war das Ergebnis heutiger Umräumaktion. Wohin damit? – Auf den „Kleiderberg“ aus der alten Ausräumaktion.  Deprimierend, denn ich erlebe jedes Mal ein Déjà-vu und es ist ein Fass ohne Boden.

Kleiderwechsel

Wohin mit der Kleidung, die man nicht mehr behalten möchte, die noch in einem sehr guten Zustand ist – teilweise sogar neuwertig?

Flohmärkte

Das  tu ich mir nicht mehr an, es muss schon eine Leidenschaft  sein, damit man Spaß daran hat. Für jemanden, der nur sein Zeug loswerden will lohnt sich das nicht, denn die Standgebühr ist im Verhältnis viel zu hoch. Die Käufer wollen meistens nur 1 Euro zahlen, dafür steht man mitten in der Nacht auf , muss alles ins Auto packen, vor Ort auspacken, am Nachmittag das gleiche Spiel zurück.  Ich höre zwar, dass die Sachen sehr gefallen, die Konfektionsgröße (XS/S) jedoch zu klein für den Durchschnittskäufer ist, die Mutti kauft bei mir eher Sachen für ihre Töchter ein.

Nein, Verkauf auf einem Flohmarkt ist nichts für mich. Dazu nerven mich die Hardcoreverkäufer, die beim Aufbau des Stands wie Krähen herum kreisen, alles geschenkt haben wollen um bei sich für mehr zu verkaufen. Ich gehe durch einen Flohmarkt viel lieber als Käufer.

Ebay

Seit über 10 Jahren verkaufe ich auch auf Ebay, aber die Zeiten haben sich auch hier stark verändert. Heute gibt es mehr Händler als Privatverkäufer, die Gebühren sind gestiegen und die Sachen laufen nicht selten für 1 Euro aus, was gegenüber dem Aufwand (Foto, Beschreibung, einpacken und zur Post fahren) in keiner Relation steht. Es kommt noch nicht selten vor, dass mich die Käufer zuvor mit diverser Fragerei noch zusätzlich beschäftigen. Trotzdem finde ich, dass über diesen Weg ein Käufer, der nicht so viel Geld hat, direkt die Möglichkeit hat etwas günstig zu erwerben.

soziale Läden

Es gibt solche Läden, bei den man kostenlos seine Sachen abgibt, sie werden dort für sozialschwache preiswert zum Verkauf angeboten. Der Erlös, nach Abzug von Kosten, wird für wohltätige Zwecke in der Region gespendet. Das wäre auch mal eine Lösung, auch wenn man hier nie 100%ig sein kann, wie das in Wahrheit abläuft. Es ist eine schnelle Lösung, wenn man viel in kurzer Zeit loswerden möchte, ohne es wegzuwerfen.

Verkauf über eine Community

Damit meine ich diverse Internetforen, die für Stamm-Mitglieder einen freigeschalteten Flohmarktbereich haben.  Hier habe ich im Bezug auf den Verkaufspreis die beste Erfahrung gemacht, nur leider ist hier meine Konfektionsgröße (34/36) wieder ein Problem, denn sie entspricht nicht der Allgemeinheit. Ein Teufelskreis.

Mädchenflohmarkt & Co.

Inzwischen gibt es diverse Internetportale, aber so richtig überzeugt haben sie mich bisher nicht. Als Mädchenflohmarkt online ging habe ich dort testweise einen Artikel zum Verkauf angeboten. Mein Pulli fand zu meiner Überraschung rasch einen Käufer. Was mir allerdings nicht gefallen hat: man hatte hier keinen direkten Kontakt zum Käufer und bekam kein Feedback, ob er mit dem Kauf zufrieden war. Danach testete ich das Portal zwar noch mit zwei weiteren Artikeln, aber diese wurden nach längerer Zeit nicht verkauft.  Aus Neugier schaute ich heute wieder rein und bemerkte, dass man die Seite in der Zwischenzeit weiter verbessert hat. Es gibt ein Bewertungssystem und Kategorien, aber leider keine Kontaktmöglichkeit zum Käufer. Ich überlege wirklich, ob ich dort einen erneuten Versuch starten soll, oder doch lieber über Ebay.

Kleidersammlung

In regelmäßigen Abstanden gibt es Kleidersammlungen, mal vom Roten Kreuz mal von einer anderen Organisation. Vor ein paar Monaten habe ich es sogar genutzt und alles, was ich über Ebay und  Co nicht losgeworden bin hergegeben. Trotzdem bleibt hier immer die Frage, was passiert wirklich mit diesen Sachen? Werden sie verkauft? Werden sie verteilt? – Das ist ungewiss.

✿ ~ ~

Ich möchte mich frei von dem nicht benötigten Zeug machen und würde mich freuen, wenn  es jemand bekommt, der sich drüber freut, der es wirklich braucht und ohne das sich ein dritter die Taschen dabei vollmacht.

Natürlich freue ich mich, wenn ich noch ein paar Euro dafür bekomme, denn Mode ist kein billiges Hobby und die meisten meiner Sachen sind kaum getragen und oft neuwertig.

Frage in die Runde, vor allem an die Modebewussten:  Was macht ihr mit aussortierten Sachen? Wie sind Eure Erfahrungen mit div. Verkaufsportalen, Flohmärkten & Co?

Eure auf dem Kleiderberg sitzende Buchstaben-Emma

14 Comments »

  1. Meine Tochter hat das Problem, dass sie bei dieser „Größe“ kaum etwas zum Anziehen findet, was sie sich als Azubi leisten kann. Da ich aber unbedingt anonym bleiben möchte, kann ich gar nicht vermitteln. Ärgerlich …

    Ein interessanter Beitrag übrigens!

  2. Ich habe die gleiche Situation wie du zu vermelden: Eine Kiste mit (größtenteils) neuwertigen Klamotten, aber noch keinen richtigen Plan, was ich damit machen werde. Wenn ich eine Lösung gefunden habe, melde ich mich 🙂

    • Es muss doch die Lösung geben, wo man vernünftig und schnell die nicht benötigten Sachen loswerden kann. Jeder will eine Lösung, aber die ultimative gibt es scheinbar nicht. Vielleicht schaffe ich mich am kommenden Wochenende zu motivieren, dazu brauche ich aber Licht um es vernünftig zu fotografieren. Dann starte ich den Versuch auf verschiedenen Portalen oder doch auf einem – werde ich dann spontan entscheiden.
      Es gibt Tauschportale, hat jemand vielleicht so was schon mal ausprobiert?

      • Ich habe Erfahrungen mit Ebay und mit Kleiderkreisel. Wenn man eine ganze Ladung Klamotten auf einmal hochstellt, geht meiner Erfahrung nach einiges in den ersten Tagen/Wochen weg und dann passiert nichts mehr. Das heißt, die Sachen, die dann übrig bleiben, gehen auch nicht mehr weg. Da könntest du es mal ausprobieren!

        • Von Kleiderkreisel habe ich gelesen, dass einige die Erfahrung machten, dass die Sachen am Ende nicht bezahlt werden. Ich muss mir das mal genauer anschauen.
          Dass man auf dem Rest sitzen bleibt, kenne ich – diese Sachen gebe ich in einem sozialen Shop ab.

  3. Ich habe die Sachen früher bei Ebay eingestellt, mache es heute aber auch nicht mehr, weil Verkaufspreis und Aufwand überhaupt nicht mehr in Relation zueinander stehen.
    Danach habe ich meine Sachen oft in den Altkleidercontainer geworfen – bis ich mal eine Doku darüber gesehen habe, was wirklich mit den Sachen passiert (die Betreiber der Altkleidercontainer stopfen sich die Taschen voll..).
    Ich habe auch einen großen Sack mit aussortierten Klamotten und weiß nicht, wohin damit. Zurzeit überlege ich, meine Sachen in einer Facebook-Flohmarkt-Gruppe unserer Uni anzubieten. Das wäre unkompliziert, versandkostenfrei, schnell und der Preis wäre festgelegt. Aber irgendwie bin ich mit dieser Lösung auch nicht so ganz zufrieden.

    • Altkleidercontainer und Altkleidersammlungen sind keine Lösung, ich habe auch einen solchen Bericht nämlich gesehen und war richtig enttäuscht. Auf Facebook habe ich solche Verkaufsgruppen schon gesehen, aber dann kann ich es genauso auf Kalaydo oder Ebay Kleinanzeigen tun, wenn ich alles auf einmal anbiete holt sich das ein Flohmarkthändler. Ein Teufelskreis. Ich werde am Wochenende mal mit Ebay oder Mädchenflohmarkt wieder versuchen. Mal sehen, wie das anläuft – ich muss mich entrümpeln und zwar schleunigst. 😀

  4. Ich weiß nicht um Deine Umgebun usw. Aber wenn Du nicht unbedingt auf Geld für die Sachen angewiesen bist, dann empfehle ich immer die Abgabe direkt bei einer Kleiderkammer von Diakonie oder Caritas (das sind nunmal die beiden größten Organisationen, die solches betreiben). Oder – allerdings sollten das dann eher saisonentsprechende Sachen sein – bei einer Treberhilfe/Obdachlosenhilfe.

    Menschen, die auf diese Einrichtungen angewiesen sind, gibt es genug.

    • Danke für den Tipp. Früher war ein Frauenhaus / weißer Ring eine gute Option. Allerdings ist es heute so, dass sie von großen Modemarken gesponsert werden und gebrauchte Kleidung nicht mehr angenommen wird. Vielleicht ist das bei uns in der Region nur so. Ich werde mich mal schlau machen. Auf das Geld bin ich nicht angewiesen.

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