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Blender, Schwätzer und Selbstdarsteller

GlueckskeksMenschen, die permanent Erfolg und Wichtigkeit inszenieren und andere mit leeren Worten täuschen, vor allem ihre Vorgesetzten. Ein Blender ist in erster Linie ein Schwätzer und ein Selbstdarsteller, er schmückt sich gerne mit fremden Federn: Erfolgsgeschichten, für die er selbst nicht alleine verantwortlich ist.  Er täuscht stets Geschäftigkeit vor. Seine Mitmenschen wissen, dass er nicht durch sein Können, sondern durch seine gekonnte Inszenierung weiter kommt. Jeder kennt mindestens einen Blender, zumindest im Berufsleben.  In großen Firmen hat ein Blender ein leichteres Spiel, in den kleinen hat er zu wenig Spielraum und man würde ihn zu schnell entlarven.

Ein Blender behauptet jeden zu kennen, alles schon gemacht zu haben und alles zu wissen. In Wahrheit stimmt davon nicht mal die Hälfte. Will man von einem Blender etwas wissen, lautet die Entgegnung meistens: „das muss ich noch eruieren“, denn er muss Raum schaffen, um das Thema erst mal zu erforschen um dann die Lösung  zu finden. Um die Tarnung aufrecht zu erhalten, gibt er vor in Arbeit zu schwimmen, zählt diverse, natürlich sehr wichtige Dinge, auf um zu untermalen, warum er das JETZT nicht tun kann. Beim Blender erlebt man selten ein JETZT, er lebt permanent in GLEICH oder IRGENDWANN, wenn er mal Zeit hat.

Natürlich wird der Blender entlarvt, man braucht ihm nur ein paar fachbezogene Fragen zu stellen und auf eine direkte Antwort  zu bestehen und schon kommt er in die Bredouille. Er profitiert meistens davon, dass sich kaum jemand traut ihn damit zu konfrontieren. Unangenehmes Thema, niemand will Stress, es bedeutet Arbeit – da schaut man lieber weg, denkt sich einen Teil, lästert und amüsiert sich hinter Blenders Rücken. Er hat somit freie Bühne für seine weiteren Inszenierungen und man lässt ihn weiter existieren. Der Chef bekommt meistens nichts davon mit, da er nicht nah genug am Geschehen ist.

Mir stellt sich oft die Frage: Merkt ein Blender, dass andere sein Spiel durchschauen? Er ist zumindest von seinen „Fähigkeiten“ am meisten überzeugt. Sollte man so jemanden wirklich in seinem Glauben lassen oder zumindest seinen Inszenierungen verbal bei jeder Gelegenheit ein Ende setzen?
Die heutige Gesellschaft besteht immer mehr aus Blendern, Schwätzern und Selbstdarstellern, natürlich nicht nur im Beruf.

Eure Buchstaben-Emma

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